Brotkrumenpfad

16. Mai 2006

Hintergrundinformation: Was versteht man unter VVS?

Bei der herkömmlichen, konventionellen Behandlung wird die Wunde mit Verbänden bedeckt. Diese können aus verschiedenen Materialien bestehen und trocken oder angefeuchtet aufgelegt werden.

Unter VVS versteht man eine luftdicht geschlossene Wundbehandlung, bei der das Wundsekret über einen Schwamm großflächig abgeleitet wird. Dabei wird ein grobporiges Schaumstoffstück in die Wunde gelegt und mit einem Schlauch versehen. Über diesen Schlauch wird die Wundflüssigkeit abgesaugt. Der für die Ableitung (Drainage) nötige Unterdruck (Vakuum) wird durch eine Vakuumpumpe erzeugt. Um den Unterdruck aufrecht zu erhalten, wird die Wunde mit einer Klebefolie luftdicht abgedeckt. Die VVS wird alternativ zu konventionellen Verfahren eingesetzt oder ergänzend, wenn letztere nicht zum Erfolg führen.

Die VVS wird vor allem bei chronischen, das heißt nicht heilenden Wunden angewendet, wie zum Beispiel bei Druckgeschwüren (Dekubitus), Geschwüren aufgrund von Durchblutungsstörungen oder aufgrund von Nervenschädigungen wie etwa beim diabetischen Fußsyndrom. In der englischen und zuweilen auch in der deutschen Fachliteratur wird die VVS auch unter der Bezeichnung "Negative Pressure Wound Therapy" (NPWT) oder "Vacuum-Assisted Closure" (VAC) besprochen.


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