Brotkrumenpfad

19.10.2018

Internationale HTA-Organisation tagt im Juni 2019 in Köln

Vorschläge für Kurzbeiträge bis November möglich / IQWiG koordiniert wissenschaftliches Programm

Rund 1000 Expertinnen und Experten für die Bewertung von medizinischen Verfahren und Technologien, kurz HTA genannt (Health Technology Assessment), werden vom 15. bis 19. Juni 2019 zur Jahrestagung der internationalen Fachorganisation in Köln erwartet. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit Sitz in der Domstadt hat für diesen Kongress die Koordination des wissenschaftlichen Programms übernommen. Noch bis zum 16. November sind Vorschläge für Beiträge möglich.

Fachleute und Organisationen aus 65 Ländern

Veranstalter ist “Health Technology Assessment International”, abgekürzt HTAi. In dieser nicht kommerziellen Gesellschaft sind weltweit Expertinnen und Experten organisiert, die HTA-Berichte entweder selbst erstellen oder diese für ihre Entscheidungen in Gesundheitswesen oder -politik nutzen. Aktuell sind rund 82 Organisationen und gut 2500 Personen aus 65 Ländern dort Mitglied.

HTA nach 2020

Leitthema des diesjährigen Kongresses ist die Frage, wie sich HTA nach 2020 weiterentwickeln kann. Gerade für Europa ist diese Frage von entscheidender Bedeutung. Denn zum einen läuft 2020 die Förderung der EU-Kommission für das europäische Netzwerk aus (EUnetHTA). Zum anderen wird auf politischer Ebene aktuell heftig diskutiert, HTA in Europa zu vereinheitlichen. Ein umstrittener Vorschlag der Kommission sah unter anderem vor, dass die primär von einer HTA-Agentur eines Landes erarbeiteten Bewertungsergebnisse für alle übrigen Mitgliedstaaten verbindlich werden sollen.

Jenseits dieses im engeren Sinn politischen Themas wird es v.a. um Digitalisierung, um die sogenannte personalisierte Medizin sowie um die Herausforderungen für Schwellenländer gehen, HTA zu verankern.

IQWiG und DIMDI in Gastgeber-Rolle

Der HTAi-Jahreskongress findet seit 2003 an weltweit wechselnden Orten statt, 2018 war es Vancouver, 2020 soll es Peking sein. Die Entscheidung für 2019 fiel auf Köln mit dem IQWiG als HTA-Organisation, die für das wissenschaftliche Programm verantwortlich ist. Das ebenfalls in Köln ansässige DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information), eine nachgeordnete Behörde des Bundesgesundheitsministeriums, fungiert als Organisator des Rahmenprogramms. Die beiden Gastgeber unterstützen die lokale Kongressagentur, die über eine öffentliche Ausschreibung gewonnen wird.

Die Themen für Hauptvorträge und große Arbeitsgruppen stehen bereits fest, für Kurzvorträge (Orals), Vignetten und Poster nimmt das Programm-Komitee jedoch bis zum 16. November Vorschläge an.


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