Einmal im Monat schreiben Autorinnen und Autoren des Instituts in der Ärzteblatt-Rubrik „Praxis“ über aktuelle IQWiG-Bewertungen oder andere praxisrelevante Themen für Ärztinnen und Ärzte.
2026
Das Antidot Andexanet alfa gegen die Gerinnungsfaktor-Xa-Hemmer Apixaban und Rivaroxaban birgt erhebliche Risiken, während sein Nutzen für die Patientinnen und Patienten fraglich bleibt.
Zur funktionellen Diagnostik bei Koronarer Herzkrankheit (KHK) liefert die kardiale Magnetresonanztherapie Ergebnisse vergleichbarer Qualität wie die Single-Photon-Emissionscomputertomografie (SPECT) – allerdings ohne Strahlenbelastung für die Betroffenen.
Ein Leitfaden für die Erhebung und Auswertung von Patient-Reported Outcomes soll künftig dazu beitragen, die Versorgung von Krebspatientinnen- und -patienten zu verbessern.
Patientenberichtete Endpunkte in onkologischen Studien
Vollständige Daten sind der Grundstein für eine gute Patientenversorgung und den medizinischen Fortschritt – das zeigen zwei IQWiG-Bewertungen von invasiven Verfahren bei Herzinsuffizienz.
Ob Methoden wie Rizinusöl oder Akupunktur bei der Geburtseinleitung helfen, bleibt unklar. Die Studienlage reicht nicht aus, um diese Frage zu beantworten.
Die europäische Arzneimittel-Nutzenbewertung kommt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), Zulassungsbehörden und Agenturen für Health Technology Assessment (HTA) haben sich in Workshops über Probleme und Lösungen verständigt.
Bei Kindern mit ambulant erworbener Lungenentzündung zeigt eine kürzere Antibiotikatherapie vergleichbare Erfolge wie eine längere. Eine generelle Aussage zu verkürzten Einnahmedauern für andere Indikationen ist jedoch nicht möglich.
Weite Felder der Behandlung von chronischen Wunden sind unerforscht. Studien könnten dies ändern. Evidenzlücken lassen sich auch für die Kategorie „sonstige Produkte“ mit aktiver Wirkung schließen.
Um eine nicht akute koronare Herzerkrankung (KHK) ausschließen zu können, ist ein verlässlicher Test unverzichtbar. Die Phonokardiografie erfüllt diese Anforderung nicht, wie eine Nutzenbewertung des IQWiG zeigt.
Die Entscheidungshilfen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bieten Unterstützung für das Arzt-Patienten-Gespräch in der Praxis oder in der Klinik.
Die Transparenzregeln für „akademische Studien“ sind bislang wenig verbindlich. Die Revision der Deklaration von Helsinki macht nun striktere Vorgaben. Das IQWiG unterstützt diese Regeln.
Am Beispiel des Darmkrebs-Screenings lässt sich zeigen, wie zwischen medizinisch sinnvoller und unbegründeter Geschlechtsspezifität unterschieden werden kann.
Die Erfolgsaussichten einer Darmkrebsoperation steigen, wenn dieser Eingriff in einem Krankenhaus bereits oft durchgeführt wurde. Darauf lassen systematische Auswertungen des IQWiG schließen.
Nach einem positiven Votum des IQWiG und Beschlüssen von G-BA und Bewertungsausschuss zählt die Systemische Therapie bei Kindern und Jugendlichen heute zur Regelversorgung.
Ein Vergleich zweier Operationsverfahren zeigt, dass beide sicher und wirksam sind. Der Femtosekundenlaser hat keine zusätzlichen Vorteile. Jedoch müssen die Versicherten in der Regel Zuzahlungen leisten.
Zur Therapieoptimierung bei Herzinsuffizienz gibt es ein kleines Implantat, das den pulmonalarteriellen Druck misst und überwacht. Der Weg des neuen Medizinprodukts gewinnt nun überraschend an Fahrt.
Studienregister sind eine bedeutende Quelle für die Erstellung von systematischen Übersichten – aber auch für Ärztinnen und Ärzte, um sich über laufende Studien zu informieren.
Um Praxen und Kliniken bei der Information über Schwangerschaftsabbrüche zu unterstützen, bietet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) ein neues umfangreiches Informationspaket an.
Am Beispiel der atopischen Dermatitis lässt sich zeigen, dass manche Hersteller zuweilen die neuen Therapiestandards in ihren Studien noch nicht berücksichtigen, obschon sie es könnten.
Die aktuelle gesetzliche Regelung verfehlt gegenwärtig ihr Ziel, neue hochriskante Therapiemethoden ohne Nutzennachweis entweder gar nicht oder nur im Rahmen geeigneter Studien zu erbringen.
Bei Orphan Drugs verfehlt der Gesetzgeber sein Ziel, den Preis eines neuen Arzneimittels an seinem Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie zu bemessen.
Auf Basis einer direkt vergleichenden Studie hatte das IQWiG 2023 einen Zusatznutzen von Vutrisiran gegenüber Patisiran festgestellt. Nun führt derselbe Hersteller dieselbe Studie im Dossier zu Patisiran an, interpretiert sie aber ganz anders.
Bei der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen braucht die Kommunikation besondere Aufmerksamkeit. Das IQWiG widmet sich verstärkt dieser Thematik.
Dass ein neues Arzneimittel wirklich besser ist als die bisherige Standardtherapie, hat der Hersteller im Rahmen des AMNOG-Verfahrens zu belegen. Das gelingt nicht immer.
Warum ein Ultraschall zukünftig das Röntgen bei Kindern mit Verdacht auf Unterarmbruch ersetzen könnte, erklärt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).